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Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge. Start der Beratungsstelle in Würzburg

<p><i><span><span>Viele Flüchtlinge kommen schwer traumatisiert in Deutschland an. Doch erhalten nur auffällige und akute Fälle therapeutische Unterstützung. Dabei  bleiben diejenigen ohne Versorgung, deren seelische Schmerzen und Beschwerden auf den ersten Blick nicht offensichtlich erscheinen. Das Bayerische Rote Kreuz bietet deshalb in seiner Initiative für traumatisierte Flüchtlinge unbürokratisch Hilfe und Beratung. Finanziert wird die Initiative durch eine private Spende. Nach den Standorten Deggendorf und Straubing ist es nun auch in Würzburg soweit, dass erste Beratungen stattfinden können.</span></span></i></p> <p><b><span><span></span></span></b> </p> <p><b><span><span>Entsetzliche Erlebnisse </span></span></b></p> <p><span><span>Der 8 jährige Afghane Anil erzählt in der Schule von gespaltenen Schädeln und toten Menschen. Mit seiner kleinen Schwester und seiner Mutter ist er vor rund einem Jahr nach Deutschland geflohen. Das Gefühl von Todesangst und all die schlimmen Szenen trägt er weiter mit sich herum. Betroffen sind aber nicht nur Kinder. Rund ein Drittel der Flüchtlinge, die es bis nach Deutschland geschafft haben, leiden unter traumatischen Erlebnissen, weil sie in der Heimat oder auf der Flucht Schreckliches erlebt haben. Besonders betroffen sind Menschen aus Syrien, aus Afghanistan und aus dem Irak. Anil hat Glück, er und seine Mutter erhalten Beratung und Unterstützung beim Bayerischen Roten Kreuz von der Initiative für traumatisierte Flüchtlinge in Würzburg. Wolfgang Obermair, stellvertretender Landesgeschäftsführer: "Selbst nach einem Jahr nach der Einreise werden oft nur augenscheinliche Akutfälle behandelt. Das wollen wir mit unserer Initiative ändern. Diese Menschen sollen jetzt möglichst schnell Hilfe erhalten."  </span></span></p> <p><b><span><span></span></span></b> </p> <p><b><span><span>Würzburger Standort - unbürokratische und schnelle Hilfe </span></span></b></p> <p><span><span>Die Beratungsstelle in Würzburg ist an den Sozialpsychiatrischen Dienst des Bayerischen Roten Kreuzes angeschlossen. Die beiden Mitarbeiterinnen sollen im Rahmen einer psychosozialen Beratung den Handlungsbedarf der Schutzsuchenden klären, Netzwerke mit allen relevanten Stellen knüpfen, mit Asylsozialberatern in den Unterkünften, Therapeuten, Ärzten, Übersetzern und Ehrenamtlichen eng zusammen arbeiten und eigene therapeutische Angebote gestalten. </span></span></p> <p><span><span>In den Räumen des Sozialpsychiatrischen Dienstes sollen dabei auch eigene therapeutische Angebote durchgeführt werden, wie zum Beispiel eine Kunsttherapie für Erwachsene und Kinder. "Unsere Bandbreite ist groß. Wir wollen den Betroffenen helfen als auch diejenigen aufklären, die sich für sie engagieren, sie betreuen." sagt Wolfgang Obermair. </span></span></p> <p><b><span><span></span></span></b> </p> <p><b><span><span>Informationen für Helfer</span></span></b></p> <p><span><span>Deshalb hat das Bayerische Rote Kreuz auch eine Broschüre erstellt, einen Ratgeber für haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer. "Wir wollen möglichst viele Menschen aufklären und sensibilisieren für Traumata bei Flüchtlingen". Das Heft zeigt anhand von Beispielen auf, wie sich eine traumatische Erkrankung bemerkbar macht und erläutert, was Flüchtlingshelfer beachten sollten. </span></span></p> <p><span><span></span></span> </p> <p><span><span>"Traumatisierte Flüchtlinge können trotz ihrer seelischen Leiden mit der Unterstützung und dem Verständnis von haupt- und ehrenamtlichen Helfern ihren Alltag meistern", erklärt Obermair. "Sie sollten aber wissen, wann professionelle Unterstützung zwingend notwendig ist." </span></span></p> <p> </p> <p><span> </span></p> <p> </p> <p><span> </span></p> <p> </p>