Auf Einladung von Karl Straub, Mitglied des Bayerischen Landtags und Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, besuchte Katrin Staffler, Mitglied des Deutschen Bundestages und Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, gestern, 05.02.2026, das BRK Haus der Senioren in Wolnzach. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kommunalverwaltung und dem Bayerischen Roten Kreuz des Kreisverbandes Pfaffenhofen stand der persönliche Dialog über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven in der Pflege im Mittelpunkt.
Zum Austausch begrüßte BRK-Kreisgeschäftsführer Michael Fochler unter anderem den BRK-Kreisvorsitzenden Stefan Maier mit seinem Stellvertreter Benedikt Weltge, Einrichtungsleiterin Pamela Dramski gemeinsam mit Pflegedienstleitung Astrid Amann sowie weitere Mitarbeitende – darunter eine Auszubildende zur Pflegefachkraft. Ebenso nahmen Christian Moser, Mitglied des Deutschen Bundestages, Jens Machold, Bürgermeister der Marktgemeinde Wolnzach, Bezirksrat Fabian Flössler, Landratskandidat Andy Aichele sowie CSU-Ortsvorsitzender Axel Meier teil.
In seiner Begrüßung gab Fochler einen Einblick in die Geschichte der Einrichtung: Bis 1969 wurde das Gebäude als Krankenhaus genutzt. Die derzeit laufende Sanierung stellt mit rund zwölf Millionen Euro das größte Einzelprojekt des BRK-Kreisverbandes dar. Im Rahmen einer anschließenden Führung durch die Stationen und über die Baustelle wurde deutlich, dass das Haus künftig zusätzlich eine Tagespflege sowie Wohnungen für Mitarbeitende beherbergen wird.
Bürgermeister Jens Machold betonte die Bedeutung nachhaltiger Infrastrukturmaßnahmen. So wird das Haus der Senioren künftig als Verteilerstation an den Biogas-Wärmeverbund angeschlossen und damit Teil eines Fernwärmenetzes. Darüber hinaus versorgt die hauseigene Küche künftig eine Ganztagsschule sowie einen Kindergarten mit frisch zubereiteten Mahlzeiten.
Katrin Staffler unterstrich die zentrale Rolle der Kommunen für eine funktionierende Pflege: „Gute Pflege steht und fällt mit der Kommunalpolitik.“ Der direkte Austausch mit Einrichtungen vor Ort sei unverzichtbar, um zu erkennen, worauf es in der Praxis ankomme. Sie dankte für die Einladung und betonte, da Pflege keine Pflichtaufgabe der Kommunen sei, sei es besonders wichtig Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, um spürbare Verbesserungen zu erreichen.
In der anschließenden Diskussionsrunde machte Michael Fochler deutlich, dass insbesondere die Altenpflege stärker in den gesellschaftlichen Fokus rücken müsse – allen voran die Personalfrage. Es gelte, das Bild des Pflegeberufs grundlegend zu aktualisieren. „Pflege ist etwas Schönes“, ergänzte Einrichtungsleiterin Pamela Dramski und verwies auf die große fachliche wie menschliche Bedeutung der Arbeit.
Der Besuch verdeutlichte, wie wichtig der Schulterschluss zwischen Politik, Trägern und Kommunen ist, um die Pflege zukunftsfähig zu gestalten und den Menschen vor Ort eine hochwertige Betreuung zu sichern.
